Qualifizierungsangebote

 

Fortbildungen in interdisziplinären Praxisfeldern erweitern unser Programmprofil.

Mobile Musikwerkstatt

  • mit Peter Ausländer und Team
  • LWL Bildungszentrum Jugendhof Vlotho

Die Qualifizierungsphasen behandeln verschiedene Praxisfelder; u.a. Instrumentenbau aus Wegwerfmaterialien, phantasievoll selbsterfundene Schallerzeuger, Klangerlebnispassagen, Lausch- und Klangversuchsstationen, Klangskulpturen, klingende Möbelstücke, Klangregal sowie Instrumentenreparatur. Weitere Informationen per Mail unter: ag-musik@web.de Projektleitung: Peter Ausländer Organisiation: Tanja Burmann

Weitere Informationen per Mail unter: ag-musik@web.de Projektleitung: Peter Ausländer Organisiation: Tanja Burmann

Deutsch-Türkische Völkverständigung

  • mit Peter Bursch und Dr. Sabri Üycal

Deutsche und türkische Lieder singen, in Bewegung umsetzen und präsentieren. Sprachförderung in Verbindung mit Musik

Weitere Informationen anfordern unter: info@lagmusik.de

Haldern Pop Conference Day

Zum Haldern Pop Festival gibt es in diesem Jahr wieder einen Conference Day. Start am 10.08.2017 in der Haldern Pop Bar u.a. mit Prof. Dr. Aladin El-Mafaalani.

Weitere Infos unter www.haldernpop.com

Inklusion

Dieser Bereich ist eine wichtige Querschnittsaufgabe aller Projektaktivitäten. Die LAG Musik führt u. a. modellhafte Projekte in der inklusiven Musikpraxis „Erlebnisorte: Kulturelle Bildung“ mit Prof. Corinna Vogel (Hochschule für Musik und Tanz Köln) oder „Weltmusik für Kinder“ mit Pit Budde in Münster durch. Was sind gelingende Faktoren in den Umsetzungsprozessen von kultureller Bildung? Welche inklusiven Aspekte sind zu berücksichtigen? Erste Ergebnisse dazu liefert die Broschüre „Erlebnisorte: Kulturelle Bildung – Praxis – Forschung“ (erschienen im LAG-Musik-Verlag) mit Beiträgen von Prof. Dr. Corinna Vogel.

Kinder- und Jugendkulturland

In Verbindung mit dieser neuen Förderinitiative realisiert die LAG Musik mit dem Schauspielhaus Bochum das Musiktheaterprojekt „Visionen“ sowie mit dem Haldern Pop Festival das Projekt „Conference Day“. Aus unterschiedlichsten Perspektiven beleuchteten Experten und Teilnehmer das Thema des diesjährigen Conference Day „Fremd sein – das Verstehen von Mentalitäten“. Beim diesjährigen Kinder- und Jugendhilfetag in Düsseldorf stieß unsere aktuelle Broschüre zum Haldern Pop Conference Day „Fremdsein – das Verstehen von Mentalitäten“ mit den Kommentaren und Thesen von Prof. Dr. Aladin El-Mafaalani auf großes Interesse. Die Broschüre kann unter: info@lagmsuik.de zum Preis von 5,00 € plus Versandkosten bestellt werden.

Musik im Ganztag

Seit dem Start der Offenen Ganztagsgrundschule ist die LAG Musik in diesem Praxisfeld tätig; u. a. mit der Modellreihe „Musik und Bewegung“ in Kooperation mit der Deutschen Sporthochschule Köln, darüber hinaus in zahlreichen Musikprojekten sowie in Fachberatungen zur Weiterentwicklung des Musikprofils.

Projekte mit Geflüchteten

Im Rahmen des Modellprogramms des MFKJKS NRW „Angebote der kulturellen Jugendarbeit für junge Geflüchtete“ führt die LAG Musik NRW landesweit 34 Projekte durch. Das Angebotsspektrum reicht von der Sprachförderung mit Musik („Kulturdolmetscher“), Musiktheater, HipHop, Percussion, Improvisationsorchester bis hin zu Musik-Medien-Projekten. Projekte werden unter anderem in Duisburg (Alte Feuerwache), Hamminkeln, Bocholt, Schermbeck, Emmerich (Rockschule Hamminkeln), Castrop Rauxel (Kulturbrennerei), Köln (Offene Jazz Haus Schule, Rheinflanke), Bochum-Wattenscheid (XVision Ruhr), Paderborn, Bönen (Attention Entertainment), Essen (DTKV NRW, Ev. Kirchengemeinde Essen-Rellinghausen), Münster und Aachen durchgeführt.

Conference Day – Haldern Pop Festival

Experten aus dem In- und Ausland kamen zum Conference Day anlässlich des Haldern Pop Festival (15. – 17. August 2015). Neben aktuellen Entwicklungen in der Popmusik stand vor allem das Thema „Absichtslosigkeit“ im Fokus der Diskussionen. Unser Mitglieder Stefan Reichmann, Gründer und verantwortlicher Manager des Haldern Pop Festivals, hatte eine exzellente Crew für die verschiedenen Diskussionsforen zusammengestellt, darunter: Gerhard Lang, Prof. Harald Kunde, Robert Raths, André de Ridder sowie Seymour Stein, dessen Anwesenheit ein besonderes Highlight markierte. Mit Seymour Stein war einer der bedeutendsten Musikproduzenten aus New York zum Conference Day angereist. Stein entdeckte vor Jahrzehnten im New Yorker CBGB wegweisende Bands wie die Ramones und Talking Heads. Auf seinem Label Sire präsentierte er erstmals die Metal-Power von Ministry und nicht zuletzt als Ihr Entdecker: Madonna. Der „Conference Day“ wurde gefördert vom Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW Kooperationspartner war das Haldern Pop Festival

Die Sehnsüchte der Frau Garlan

Im Rahmen des Sommerblutfestivals, das diesmal das Thema „Liebe“ in den Mittelpunkt seines Programms gestellt hatte, führten Studierende der Hochschule für Musik und Tanz Köln unter der Regie von Andreas Durban und der musikalischen Leitung von Georg Leise, die Oper „Die Sehnsüchte der Frau Garlan“ im Amalie Thyssen Auditorium auf. Erstmalig verband dabei Andreas Durban in seinem Sujet verschiedene Erzählungen mehrerer Autoren zu einer Opernfassung, die in einer Vertonung des Komponisten Michael Gerihsen für elf Gesangsstimmen, Violine, Violoncello, Klarinette, Saxophon, Harmonium und Klavier zu sehen und zu hören war. Frank Wedekind, Arthur Schnitzler, Guy de Maupassant und August Strindberg schildern in ihren Werken Menschen, die sich auf der Suche nach der idealen Liebe in ihre unerreichbaren Sehnsüchte und Hoffnungen verstricken. Ihre romantischen Erwartungen führen sie in komische, melancholische und absurde Situationen. Aber über all dem Wahnsinn der Liebesverwirrungen schwebt die Poesie des Scheiterns.

Es ist normal, verschieden zu sein.

Elementare Musikpraxis mit Kindern aus Flüchtlingsunterkünften – ein Projekt der Hochschule für Musik und Tanz Köln unter Leitung von Prof. Dr. Corinna Vogel Willkommenskultur oder lieber doch nicht – viele möchte helfen und nur wenige wissen wie: Die Initiativen und Bemühungen, um geflüchteten Menschen zu helfen sind vielfältig, ebenso vielfältig sind die Missverständnisse, die aus einem manchmal aktionistischen Impuls heraus entstehen und auf beiden Seiten zu Enttäuschungen und Misserfolgen führen können. Die Konsequenz kann deshalb jedoch nicht sein, sich dieser Thematik nicht anzunehmen, die Konsequenz kann nur sein, sich mit diesem Bereich reflektiert und differenziert auseinander zu setzen. Ein Versuch dieser Art ist das Projekt „EMP mit Kindern aus Flüchtlingsunterkünften“ welches im April 2016 gestartet ist. In der „Offenen Tür Nonniclub“ (OT Nonni), einem Kinder- und Jugendzentrum am Helmholtzplatz in Ehrenfeld, findet einmal wöchentlich nachmittags ein musikalisch-tänzerisches Angebot für Kinder im Alter von 5 – 10 Jahren aus Flüchtlingsunterkünften statt. Die OT Nonni wurde als Ort ausgewählt, weil dort bereits ein regelmäßiger Deutschkurs für Kinder durchgeführt wird, viele kostenfreie Nachmittagsangebote für Kinder und Jugendliche organisiert werden und sowohl die MitarbeiterInnen als auch der Ort den in der Nähe wohnenden Flüchtlingsfamilien bereits bekannt ist. Der 1. Kölner Flüchtlingschor probt gleich um die Ecke. Eine ehrenamtlich arbeitende Studentin holt die Kinder aus der Flüchtlingsunterkunft ab und bringt sie wieder dorthin zurück, so dass die Familien die Sicherheit haben, dass ihre Kinder immer gut begleitet sind. Das Projekt wird weiterhin von einer sozialpädagogischen Fachkraft unterstützt. Jeden Mittwoch singen, tanzen und musizieren die Kinder aus Flüchtlingsfamilien gemeinsam mit Kindern, welche bereits länger in Deutschland leben oder hier geboren sind. Studierende der musikpädagogischen Studiengänge EMP/IP/GP führen in Teams den Unterricht durch, koordiniert und inhaltlich-methodisch konzipiert wird er von Corinna Vogel. Die zugrundliegende Idee ist, dass die Kinder deutsche und internationale Lieder und Tänze durchführen, begleitend auf Instrumenten spielen, instrumental, tänzerisch und stimmlich improvisieren und so aus den unterschiedlichen Ideen und Impulsen der Kinder neue und individuelle Tänze, Musikstücke und Lieder entstehen. Anregungen, Lieder und Tänze aus den Herkunftsländern der Kinder werden integriert. Aufgrund des hohen Anteils an non-verbalen Kommunikationsmöglichkeiten werden mögliche Sprachbarrieren bei den Tätigkeiten umgangen. Da der Stadtteil Ehrenfeld von den Herkunftsländern der Bevölkerung per se sehr heterogen ist, werden neben Kindern aus Syrien, Afghanistan, Iran und Irak auch Kinder, welche schon länger in Deutschland leben, aus der Türkei, Bosnien, Italien, Rumänien und Russland teilnehmen. Das Ziel ist, dass die Kinder gemeinsam musikalisch, tänzerisch und in jedem Sinne künstlerisch – gestaltend tätig werden. Da ist es nur konsequent, dass Studierende aus der Türkei, aus China, Südkorea, Bolivien, Spanien, Griechenland und der Ukraine bereits ihre Teilnahme am Projekt zugesagt haben – so wird auf allen Ebenen deutlich: Es ist normal, verschieden zu sein.